Die Magnetresonanztomographie wird auch MRI oder MRT sowie Kernspintomograpie genannt. Umgangssprachlich wird das Diagnostikverfahren auch als „Untersuchung in der Röhre“ bezeichnet.

Die Magnetresonanztomographie gehört zu den bildgebenden Untersuchungen aus der Radiologie. Anders als bei einer Röntgenuntersuchung oder einer Computertomographie kommen bei der MRI keine Röntgenstrahlen zur Anwendung. Die Bilder werden durch ein sehr starkes Magnetfeld erzeugt: Das zu untersuchende Organ wird elektromagnetischen Wellen ausgesetzt, wodurch Schicht für Schicht scheibenförmige Schnittbilder entstehen.

Die gesammelten Daten werden in leistungsstarken Computern zu dreidimensionalen Abbildungen der entsprechenden Körperregionen umgewandelt.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Im Vorfeld der Untersuchung erfolgt ein Aufklärungsgespräch. Wichtig ist, dass hierbei abgeklärt wird, ob der Patient magnetische oder metallische Teile im Körper hat. Hierzu zählen insbesondere:

  • Implantate
  • Prothesen
  • Herzschrittmacher

Es wird im Einzelfall entschieden, ob eine Untersuchung trotzdem möglich ist.

Vor der Untersuchung müssen zudem alle metallhaltigen und magnetischen Gegenstände abgelegt werden. Das betrifft insbesondere:

  • Herausnehmbare Zahnprothesen
  • Brillen
  • Schmuck
  • Hörgeräte
  • Piercings

Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege, die in „die Röhre“, also das MRT, hineingefahren wird. Der Magnet in dem MRT verursacht starke Geräusche, daher können Patienten Kopfhörer mit Musik oder Ohrstöpsel verwenden. Die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten, nur selten länger.

Ist eine Magnetresonanztomographie mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden?

Nach heutigem Stand der Wissenschaft ist die Magnetresonanztomographie frei von Nebenwirkungen. Lediglich Patienten mit Herzschrittmachern, implantierten automatischen Defibrillatoren, künstlichen Herzklappen, Innenohrimplantaten sowie älteren metallhaltigen Implantaten können nicht im MRT untersucht werden. Patienten mit einer Neigung zu Platzangst erhalten im Vorfeld bei Bedarf Beruhigungsmittel.

Was ist eine Magnetresonanztomographie mit Kontrastmitteleinsatz?

Wenn es darum geht, sehr ähnliche Gewebe voneinander abzugrenzen, wird bei der Untersuchung im MRT ein jodfreies Kontrastmittel verwendet. Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung ist der Kontrastmitteleinsatz in der Regel nicht möglich.