Zu der Kinder- und Jugend-Thoraxchirurgie zählen alle operativen Eingriffe im Brustraum bei Patienten ab dem Säuglingsalter bis zum 18-ten Lebensjahr. Säuglinge, Kinder und auch Jugendliche sind zum Glück nur selten von schwerwiegenden Erkrankungen der Atem- und Lungenwege betroffen. Die Behandlung bedarf jedoch besonderer Expertise. Zudem ist eine enge Zusammenarbeit mit Fachärzten der Kinderheilkunde sowie der Anästhesiologie wichtig.

Um welche Fälle geht es bei der Kinder- und Jugend-Thoraxchirurgie?

Bei der Thoraxchirurgie bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet man zwischen den angeborenen Lungenerkrankungen sowie den erworbenen Lungenerkrankungen.

Angeborene Lungenerkrankungen

Kongenitale Lobäemphysem, Zystische adenomatoide Malformation:
Hier ist oftmals eine Operation bereits kurz nach der Geburt erforderlich.

Trichterbrust, Kielbrust:
Hierbei handelt es sich um Deformationen des Brustkorbs, die zu einer psychischen und zum Teil auch körperliche Belastung des Kindes oder Jugendlichen führen. Meist ist es möglich, mit der Operation bis zum Jugendalter zu warten.

Erworbene Lungenerkrankungen

Tumore:
Meist handelt es sich um sekundäre Tumore (Metastasen). Im Kindesalter sind primäre Tumore in der Lunge sehr selten.

Schwere Lungenentzündungen:
Mit Ausweitung der Infektion auf den Rippenfellraum.