Die Nachsorge schliesst sich unmittelbar an die Therapie an. Gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen der Atem- und Lungenwege, wie bspw. Lungenkrebs, kommt der Nachsorge eine grosse Bedeutung bei.

Eine auf den Patienten abgestimmte Nachsorge trägt dazu bei, dass:

  • der Patient sich schneller wieder erholt
  • das Rückfallrisiko gesenkt wird
  • der Patient mit den Begleiterscheinungen/Nebenwirkungen der Erkrankung besser zurecht kommt
  • Angehörige den Patienten besser unterstützen können
Die Nachsorge lässt sich in drei Abschnitte unterteilen:
  • Nachsorge nach einem therapeutischen Eingriff (zum Beispiel einer Operation)
  • Reha-Massnahme
  • Langfristige Nachsorge

Was beinhaltet die Nachsorge nach Operationen?

Direkt im Anschluss an eine Operation verbringt der Patient einige Zeit in der Aufwachstation oder – bei Bedarf – auf der Intensivstation.

Hier geht es vor allem um folgende Dinge:

  • Überwachung der Vitalzeichen
  • Schmerzlinderung
  • Überprüfung, ob und wann der Patient auf die „normale“ Station verlegt werden kann

Was passiert in der Reha?

Die Rehabilitation schliesst sich in der Regel nahezu nahtlos an die Behandlung an. Die Reha kann sowohl ambulant oder stationär erfolgen. Ein stationärer Aufenthalt in einer Rehaklinik ist jedoch deutlich häufiger.

Eine Reha umfasst in der Regel folgende Bausteine:
  • Individuelles Gesundheitstraining
  • Falls notwendig: Raucherentwöhnung
  • Körperliches Training und Physiotherapie
  • Atemtherapie
  • Psychologische Beratung/Betreuung
  • Ernährungsberatung

Langfristige Nachsorge: Was gehört alles dazu?

Nach einer schwerwiegenden Erkrankung der Atem- und Lungenwege erfolgt eine langfristige Nachsorge. Diese erfolgt in enger Abstimmung zwischen der Klinik, den Fachärzten des Patienten sowie des Hausarztes. Diese Nachsorge trägt dazu bei, dass der Patient sich weiter erholt, das Rückfallrisiko gemindert wird beziehungsweise ein Rückfall rechtzeitig erkannt und somit behandelt werden kann.

Die langfristige Nachsorge kann sich über mehrere Jahre erstrecken, wobei die Arzttermine zunächst sehr engmaschig sind. Nach und nach werden die zeitlichen Abstände zwischen den Untersuchungen grösser.

Die langfristige Nachsorge umfasst, je nach Bedarf:
  • Diagnostik zur generellen körperlichen Verfassung des Patienten
  • Atemübungen
  • Teilnahme an Gruppen der Selbsthilfe
  • Psychologische Begleitung