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Gesundheitsprävention

Die Nachsorge bei Thoraxerkrankungen

by csadmin 17. Januar 2024
written by csadmin
Gesundheitsprävention bei Thoraxerkrankungen: ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität!

Nach operativer Behandlung erfolgt meistens und mindestens eine Nachkontrolle durch den bzw. die Operateurin. Die Dauer der Nachsorge ist abhängig vom Wunsch der Patientinnen (Anfahrtsweg) sowie von der Krankheit/Unfallfolgen und der Operation.

Nach einer schwerwiegenden Erkrankung der Atem- und Lungenwege erfolgt eine langfristige Nachsorge. Diese findet in enger Abstimmung zwischen der Klinik, den Fachärzt*innen der Betroffenen und der hausärztlichen Praxis. Diese Nachsorge trägt dazu bei, dass die betroffene Person sich weiter erholt, das Rückfallrisiko gemindert wird beziehungsweise sich ein Rückfall rechtzeitig erkennen und somit behandeln lässt. Die langfristige Nachsorge kann sich über mehrere Jahre erstrecken, wobei die Untersuchungstermine zunächst sehr engmaschig sind. Allmählich werden die zeitlichen Abstände zwischen den Untersuchungen grösser. Die langfristige Nachsorge umfasst, je nach Bedarf:

  • Diagnostik zur generellen körperlichen Verfassung des Patienten bzw. der Patientin
  • Diagnostik zur Kontrolle des Therapieerfolges/Abklärung eines Rückfalls
  • Atemübungen
  • Teilnahme an Gruppen der Selbsthilfe
  • Psychologische Begleitung

Als besonders aufwendig erweist sich die Nachsorge bei Tumorpatientinnen, die im Falle der Thoraxchirurgie meistens eine Operation hinter sich haben. Gemäss einem detaillierten und vorher festgelegten Pan findet die Tumornachsorge statt. Im Normalfall erfolgen im ersten Jahr nach der Operation in kürzeren Abständen, später jährlich, Kontrollen inklusive der Anfertigung von Computertomografien des Thorax zum Ausschluss des Wiederauftretens desselben oder eines neuen Tumors.

Nach Operationen wegen Tumoren, die in der grossen Mehrheit in kurativer Absicht stattfinden, ist es besonders wichtig, dass wiederaufkommende Tumorherde frühzeitig erkannt und allenfalls wiederum einer kurativen Therapie zugeführt werden können. Im Rahmen des Lungenkrebszentrums erfolgt die Tumornachsorge in allen Fällen, die nicht operiert wurden, durch die anderen involvierten Fachleute (Onkologe und Radio-Onkologe) ebenso gemäss einem klar festgelegten Plan. So können auch in diesen Fällen frühzeitig Veränderungen im Tumor verlauf erfasst, am Tumorboard diskutiert und allfällige Therapien angepasst und umgestellt werden. Dadurch ist sichergestellt, dass Betroffene stets die beste Behandlung und Betreuung erhalten.

Im Rahmen des Lungenkrebszentrums sind wir verpflichtet, sämtliche Informationen der Tumornachsorge detailliert elektronisch zu erfassen, im Rahmen von Konferenzen zu besprechen und auszuwerten.

Die erhobenen Daten werden jährlich von unabhängigen Spezialistinnen überprüft und auf ihre Richtigkeit kontrolliert.

Damit ist gewährleistet, dass wir immer die beste und aktuell verfügbare Therapie und Betreuung anbieten können.

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Gesundheitsprävention

Rauchfrei Leben: Ein Schritt zu einem gesunden Thorax

by csadmin 17. Januar 2024
written by csadmin
Gesundheitsprävention bei Thoraxerkrankungen: ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität!

Rauchen ist nicht nur eine weitverbreitete Gewohnheit, sondern zudem einer der bedeutsamsten Risikofaktoren für Erkrankungen im Thoraxbereich. Der Einfluss des Rauchens auf die Gesundheit der Atem- und Lungenwege ist nicht zu unterschätzen und steht im Mittelpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Studien.

Rauchen und Thoraxerkrankungen:

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Rauchen ist der Hauptverursacher von COPD, einer fortschreitenden Lungenerkrankung, die zu Atemnot sowie eingeschränkter Lungenfunktion führt.

Lungenkrebs: Rauchen bildet die führende Ursache für Lungenkrebs, eine der tödlichsten Krebsarten weltweit. Der Zusammenhang zwischen Tabakkonsum sowie Lungenkrebs ist wissenschaftlich gut belegt.

Asthma: Rauchen kann Asthma verschlimmern und die Atemwege empfindlicher gegenüber Reizen machen.

Chronische Bronchitis: Rauchexposition erhöht auch das Risiko für chronische Bronchitis, eine Entzündung der Atemwege, die zu Husten und vermehrter Schleimproduktion führt.

Wissenschaftliche Evidenz:

Verschiedene Studien belegen die schädlichen Auswirkungen des Rauchens auf den Thorax. Eine Meta-Analyse, veröffentlicht im „New England Journal of Medicine“, zeigt, dass Raucher*innen im Vergleich zu Nichtrauchenden ein deutlich höheres Risiko für die Entwicklung von COPD und Lungenkrebs haben.

Eine weitere Langzeitstudie, veröffentlicht im „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“, bestätigt den direkten Zusammenhang zwischen Rauchen sowie dem Fortschreiten von Atemwegserkrankungen.

Motivation zum Rauchstopp:

Die gute Nachricht ist, dass es nie zu spät ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Schon innerhalb weniger Wochen nach dem Rauchstopp verbessert sich die Lungenfunktion, und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt.

Ein rauchfreies Leben ist nicht nur ein Schutzschild gegen Thoraxerkrankungen, sondern steigert auch die allgemeine Lebensqualität. Geld und Zeit, die zuvor für Zigaretten aufgewendet wurden, können in gesündere Aktivitäten investiert werden.

Zukünftiger Fokus auf Rauchfreiheit:

Rauchfreiheit wird einen wichtigen Schwerpunkt auf dem Portal Thorax Schweiz darstellen.

Wir sind entschlossen, unsere Leser*innen kontinuierlich über die bedeutenden Zusammenhänge zwischen Rauchen sowie Thoraxerkrankungen zu informieren. Künftige werden wir fesselnde Beiträge, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Ratschläge und motivierende Geschichten teilen, um Sie auf Ihrem Weg zu einem rauchfreien Leben zu unterstützen.

Bleiben Sie dran, um von unseren umfassenden Ressourcen und hilfreichen Inhalten profitieren zu können, während wir gemeinsam den Fokus auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden legen.

17. Januar 2024 0 comments
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Gesundheitsprävention

Die Bedeutung der Vorsorge

by csadmin 16. Januar 2024
written by csadmin
Gesundheitsprävention bei Thoraxerkrankungen: ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität!

Es gibt viele medizinische Check-ups. Doch für wen sind all die angebotenen Check-ups sinnvoll? Grundsätzlich ist zu betonen, dass ein vernünftiger Lebensstil die beste Vorsorge darstellt. Der Verzicht auf das Rauchen, ausreichende Bewegung sowie fehlendes Übergewicht bilden beste Voraussetzungen, dass man keine schwere Erkrankung bekommt.

Angesichts dieser Herausforderungen spielt die Gesundheitsprävention eine entscheidende Rolle, insbesondere im Bereich der Atem- und Lungenwege. Zwei zentrale Aspekte stehen dabei im Fokus:

Dennoch können schwere Erkrankungen wie Krebs in jedem Lebensabschnitt auftreten, wobei auch Krebs im Allgemeinen wie die meisten Krankheiten mit dem Alter gehäuft auftritt. Damit Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium erkannt werden, werden vom Staat, aber auch von den Krankenversicherungen sogenannte Früherkennungs- oder Vorsorgeuntersuchungen angeboten. Häufig sind die Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten viel besser, wenn eine Krankheit in einem frühen Stadium entdeckt wird.

Ob Vorsorgeuntersuchungen (Screening) stattfinden, ist ein individueller Entscheid eines und einer jeden Einzelnen. Denn auch Vorsorgeuntersuchungen haben Vor- und Nachteile. So kann es passieren, dass ein Tumor entdeckt wird, der der betroffenen Person niemals Beschwerden bereiten würde. Oder eine Vorsorgeuntersuchung zeigt ein falsch-positives Resultat, das zu unnötigen Abklärungen und Therapien veranlasst, mit möglichen Komplikationen und der damit einhergehenden psychischen Belastung.

Allerdings ist die Früherkennung nicht bei allen Krankheiten, vor allem auch Krebserkrankungen möglich oder sinnvoll. Besprechen sie mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin oder mit ihrer Krankenversicherung, welche Angebote bestehen. Auch wir wollen Ihnen hilfreiche Informationen liefern, was für sie sinnvoll ist. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, sodass wir Ihren spezifischen Anliegen gerecht werden können.

Sie erreichen uns unter anfrage@thorax-schweiz.ch

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind unbestritten sehr nützlich zum Erkennen von schweren Krankheiten:
1. Darmspiegelung
  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Dickdarmkrebs
  • Erstmalige Durchführung:
    Spätestens ab dem 50. Lebensjahr
  • Empfohlene Wiederholung:
    Ohne Befund Wiederholung alle 10 Jahre
2. Blutdruckmessung
  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
    Vorbeugung von Herzinfarkten, Hirschschlägen und Hirnblutungen
3. Herzcheck (Anamnese, Kurzscreening und EKG)
  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Generell Herzkrankheiten, vor allem Einengungen der Herzkranzgefäße
4. Cholesterin und BZ-Werte
  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Herzkrankheiten,
    vor allem Einengungen der Herzkranzgefäße; aber auch generell der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
5. Mammografie
  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Brustkrebs
  • Erstmalige Durchführung:
    Frauen ab 50. Lebensjahr, bei Risikoprofil auch schon früher
  • Empfohlene Wiederholung:
    Alle 2 Jahre
6. PSA (Prostata-spezifisches Antigen), Prostata-Untersuchung via Enddarm
  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Prostatakrebs
  • Erstmalige Durchführung:
    Männer ab 50. Lebensjahr; bei familiärer Belastung schon ab dem 45. Lebensjahr
7. Niedrigdosiertes Computertomogramm der Lunge (low-dose CT)

– In der Schweiz weder vergütet, noch gemäß Strahlenschutzverordnung zulässig
– Trotzdem empfohlen von verschiedenen Experten und Arbeitsgruppen.

  • Zur Aufdeckung von/Früherkennung von:
    Lungenkrebs
  • Erstmalige Durchführung:
    Raucher ab dem 55. Lebensjahr, die seit 20 Jahren mindestens 20 Zigaretten pro Tag rauchen oder vor weniger als 15 Jahren aufgehört haben; zusätzlich bekannte COPD, familiär gehäuftes Auftreten und persönlich belastende Faktoren
  • Empfohlene Wiederholung:
    Jährlich bis zum Erreichen des Maximalalters oder Abschluss des Programms
16. Januar 2024 0 comments
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Gesundheitsprävention

Gesundheitsprävention

by csadmin 16. Januar 2024
written by csadmin
Gesundheitsprävention bei Thorax Erkrankungen: Ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität!

Lungenerkrankungen stellen eine ernste Bedrohung für die Lebensqualität dar und können, wie bereits bekannt, häufig lebensbedrohlich sein. Das Besorgniserregende an Erkrankungen der Atem- und Lungenwege ist, dass sie oft lange Zeit ohne klare Symptome verlaufen. Die Lunge selbst verfügt über keine Schmerzfasern, und die Symptome wie Atemnot, nachlassende körperliche Belastbarkeit und anhaltender Husten sind wenig spezifisch. Die Abgrenzung von weniger schwerwiegenden Atemwegserkrankungen erfordert weiterführende Diagnostik.

In Anbetracht dieser Herausforderungen spielt die Gesundheitsprävention eine entscheidende Rolle, insbesondere im Bereich der Atem- und Lungenwege. Zwei zentrale Aspekte stehen dabei im Fokus:
  1. Früherkennung:
    Die Früherkennung von Lungenerkrankungen ist entscheidend, um rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen und damit die Aussicht auf Heilung zu verbessern. Oft sind weiterführende Diagnoseverfahren wie Lungenfunktionstests notwendig, die jedoch in der Regel nicht Teil der üblichen Vorsorgeuntersuchungen sind. Durch frühzeitige Diagnostik könnten potenziell schwerwiegende Erkrankungen erkannt und behandelt werden, wodurch nicht nur die Lebensqualität gesteigert, sondern auch Todesfälle vermieden werden könnten.
    .
  2. Allgemeine Gesundheitsprävention:
    Ein rauchfreies Leben, ausreichende Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind essenzielle Bestandteile der allgemeinen Gesundheitsprävention im Zusammenhang mit Atem- und Lungenwegerkrankungen. Der Verzicht auf Rauchen reduziert signifikant das Risiko von Lungenerkrankungen, während körperliche Aktivität die Lungenfunktion verbessern und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann. Eine ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, das Immunsystem zu stärken und den Körper gegen potenzielle Krankheiten zu schützen.

Gesundheitsprävention ist somit nicht nur auf die Früherkennung von Symptomen beschränkt, sondern umfasst auch einen proaktiven Lebensstil, der das Risiko von Lungenerkrankungen minimiert. Indem wir bewusste Entscheidungen treffen und uns für einen gesunden Lebensstil engagieren, können wir einen bedeutenden Beitrag zur Prävention von Thorax Erkrankungen leisten und die Lebensqualität sowie die Lebenserwartung verbessern. In diesem Sinne sollte die Gesundheitsprävention zu einem festen Bestandteil unseres täglichen Lebens werden.

16. Januar 2024 0 comments
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Thorax, Funktion und Anatomie

Die Speiseröhre (Oesophagus)

by csadmin 15. Januar 2024
written by csadmin
Anatomie der Speiseröhre (Oesophagus)

Der Ösophagus ist ein schlauchförmiges Hohlorgan, das die Speisen vom Mund in den Magen weiterleitet. Er wird in drei Abschnitte unterteilt und weist zudem drei physiologische Engstellen auf. Ein komplexer Verschlussmechanismus schließt den Ösophagus zum Magen hin ab. Histologisch
ist der Ösophagus mit Ausnahme einiger Besonderheiten genauso aufgebaut wie die übrigen Organe des Magen-Darm-Kanals.

Steckbrief der Speiseröhre (Oesophagus):

Funktion: Transport der Nahrung
Lage: Beginnt am Unterrand vom Ringknorpel des Kehlkopfes und endet mit der Einmündung in den Magen
Form: Schlauchförmig
Länge: 25–30 cm

Topografie:

Topografie:
Verlauf
C6-C7: Übergang vom Rachen in den Ösophagus (Ösophagusmund = oberer Ösophagussphinkter) zieht zwischen der Trachea und der Wirbelsäule in den Thorax;
Th4: Aorta lagert sich von links an den Ösophagus (Aortenenge);
Zieht weiter durch das hintere Mediastinum;
Links: Aorta; Rechts: Rechte Lunge; Ventral: Linker Vorhof; Dorsal: Wirbelsäule
Th10: Ösophagus zieht gemeinsam mit den Trunci vagales durch den Hiatus oesophageus des Zwerchfells (= Zwerchfellenge);
Zieht am linken Leberlappen nach kaudal;
Th11: Ösophagus, mündet in den Magen.

Aufbau

Der Ösophagus ist ein Muskelschlauch, der lagebedingt in drei Abschnitte unterteilt wird. Im Verlauf hat der Ösophagus drei Engstellen, die durch seine Beziehungen zu benachbarten Strukturen bedingt sind. Am unteren Ende des Ösophagus sorgt ein Zusammenspiel verschiedener Mechanismen für den Verschluss des Ösophagus zum Mageneingang (= Pars cardiaca); einen echten Sphinktermuskel gibt es nicht.

Abschnitte

Pars cervicalis des Ösophagus (= Halsteil)

  • Länge: 7–8 cm
  • Verlauf: Vom Unterrand des Ringknorpels bis zur oberen Thoraxapertur

Pars thoracica des Ösophagus (= Brustteil)

  • Länge: 16 cm
  • Verlauf: Von der oberen Thoraxapertur bis zum Zwerchfelldurchtritt

Pars abdominalis des Ösophagus (= Bauchteil)

  • Länge: 1–3 cm
  • Verlauf: Vom Zwerchfelldurchtritt bis zum Eintritt in den Magen
  • Der Bauchteil des Ösophagus (= Pars abdominalis) liegt intraperitoneal!
  • Der Winkel, in dem die Pars abdominalis des Ösophagus in den Magen einmündet, wird „His-Winkel“ genannt!

Verschlussmechanismus des unteren Ösophagus (= Unterer Ösophagussphinkter, UÖS)

  • Spiralig angeordnete Ösophagusmuskelschicht
  • Druckgradient zwischen Brust- und Bauchraum
  • Spitzwinklige Einmündung des Ösophagus in den Magen (His-Winkel)
  • Venenplexus des Ösophagus
  • Zwerchfellenge
  • Fixierung des Ösophagusendes durch das Lig. phrenicooesophageale (= Laimer-Membran)

In der Gesamtheit werden die Verschlussmechanismen als unterer Ösophagussphinkter (UÖS) bezeichnet. Es handelt sich jedoch nicht um einen echten Sphinkter, sondern um ein funktionelles Sphinktersystem!

Krankheiten der Speiseröhre (Oesophagus)
  • Refluxösophagitis und Barrett-Ösophagus:
    Wenn der Mechanismus des unteren Ösophagussphinkters nicht richtig funktioniert, kommt es zu einem Rückfluss (= Reflux) von Magensaft in den Ösophagus. Das Ösophagusepithel gewährleistet zwar einen mechanischen, aber keinen chemischen Schutz. Da der Magensaft unter anderem aus sehr aggressiver Salzsäure besteht, kann es durch den Rückfluss zu einer Ösophagusentzündung (= Ösophagitis) kommen. Dieses Krankheitsbild wird „Refluxösophagitis“ genannt. Symptome einer Refluxösophagitis sind retrosternale Schmerzen (= Sodbrennen), die v.a. nach dem Essen und im Liegen auftreten. Hält die Refluxösophagitis über einen längeren Zeitraum an, kann sich das normale Ösophagusepithel (mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel) in Zylinderepithel umwandeln (= Metaplasie). Bei einer solchen Umwandlung spricht man von einem „Barrett-Ösophagus“, auf dessen Boden sich Dysplasien als Vorstufe eines Karzinoms entwickeln können.
  • Ösophagusvarizen:
    Zwischen dem Einflussgebiet der V. cava inferior und der V. portae gibt es Umgehungskreisläufe (diese werden „portocavale Anastomosen“ genannt). Ist der Blutabfluss in die V. portae erschwert (z.B. durch eine Leberzirrhose), umgeht das Blut die Leber und staut sich in die Umgehungskreisläufe zurück. Es fließt dann bspw. über die Venen des Ösophagus in die V. cava superior ab. Da diese Venen jedoch für einen solch hohen Druck nicht angelegt sind, sacken sie aus. Diese geweiteten Venen – sog. Ösophagusvarizen – können platzen und zu lebensgefährlichen Blutungen führen.
  • Oesophagusdivertikel (z.B. Zenkerdivertikel):
    Der Ösophagus besitzt wie der restliche Verdauungstrakt eine innere Ringmuskel- und eine äußere Längsmuskelschicht. Diese ist beim Ösophagus nicht an allen Stellen gleich kräftig ausgebildet. So fehlt sie häufig an der dorsalen Seite des Ösophagus (Unterrand des Musculus constrictor pharyngis inferior, Pars cricopharyngea), im sog. Laimer-Dreieck, und am Übergang vom Pharynx zum Ösophagus (zwischen der Pars fundiformis und der Pars obliqua des Musculus constrictor pharyngis inferior), dem sog. Killian-Dreieck. Bei erhöhtem Druck im Ösophagus können an den beiden Stellen
  • Schleimhautausstülpungen (= Pulsionsdivertikel) entstehen, bei denen die Tunica mucosa und die Tela submucosa durch die Muskelschicht nach außen gestülpt wird. Da nicht alle Wandschichten betroffen sind, spricht man von „unechten Divertikeln“ oder „Pseudodivertikeln“. Tritt ein solches Divertikel im Killian-Dreieck auf, spricht man von einem Zenker-Divertikel . Dieses wird zwar als Ösophagusdivertikel abgehandelt, anatomisch geht es aber vom Hypopharynx aus. „Echte Divertikel“, bei denen sich alle Wandschichten ausstülpen, entstehen unabhängig von muskulären Schwachstellen und werden auch „Traktionsdivertikel“ genannt.
  • Achalasie des Oesophagus: Bei der Achalasie zeigt sich eine Funktionsstörung der Muskulatur der Speiseröhre sowie des unteren Schließmuskels.
  • Oesophagus Karzinom: Histologisch wird unterschieden zwischen Plattenepithelkarzinome in den Bereichen, wo der Oesophagus ein Plattenepithel hat, häufig verursacht durch Noxen wie Alkohol und Nikotin.
    Dazu komme das Adenokarzinom am Übergang des Oesophagus zum Magen.
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Thorax, Funktion und Anatomie

Der Brustkorb (Thorax)

by csadmin 15. Januar 2024
written by csadmin
Anatomie des Brustkorbs (Thorax):

Der Thorax ist der Brustkorb. Er wird hinten begrenzt von den zwölf Wirbeln der Brustwirbelsäule, vorn vom Brustbein (Sternum) und seitlich von je zwölf Rippen. Die untere Begrenzung bildet das Zwerchfell. Die obere Begrenzung wird durch den Schultergürtel gebildet (Schlüsselbeine, Schulterblätter, Schultergelenke, Brustbein mit den AC-Gelenken, IC-Gelenken und den Schultergelenken).

Der Thorax ist ein elastisch-federndes System, das durch die zwischen den Rippen gelegenen Muskeln die Atmung ermöglicht. Auf der Innenseite der Rippen verlaufen Muskeln, die die Rippen senken, den Brustraum damit verkleinern und so die Ausatmung ermöglichen. Auf der Außenseite der Rippen verlaufen Muskeln, die die Rippen heben und damit die Einatmung ermöglichen. Das Zwerchfell, eine dünne Muskelplatte, die die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt, unterstützt die Atmung ebenfalls: Wenn sich das Zwerchfell zusammenzieht, kommt es zum Einatmen, die Bauchorgane wölben sich nach außen. Wenn das Zwerchfell erschlafft, drängen die Bauchorgane wieder nach innen und das Zwerchfell wird nach oben zurückgedrängt. Dadurch wird der Raum der Brusthöhle wieder verkleinert und es kommt zum Ausatmen.

Eine weitere Funktion des knöchernen Thorax ist der Schutz der Organe: des Herzens und der Lungen sowie der großen Gefäße.

Krankheiten und Unfallfolgen am Brustkorb (Thorax )
  • Bei vielen Unfällen werde Teile des Brustkorbs (Thorax) verletzt: Rippenbruch, Rippenserienfraktur, Fraktur des Brustbeins (Sternum Fraktur),
  • Brustwirbelkörperfrakturen, Schlüsselbeinbruch (Claviculafraktrur), Schulterblattbruch (Scapulafraktur), Luxation des AC-Gelenkes, Luxation des IC-Gelenkes, Luxation des Schultergelenkes usw.
  • Thoraxwandbruch (Thoraxwandhernie), oft als Folge eines Unfalls oder nach einem operativen Eingriff.
  • Tumoren der Brustwand, gutartige und bösartige; auch Metastasen anderer Primärtumoren;
  • Angeborene Brustwanddeformitäten, wie Kielbrust (Pectus carinatum) und Trichterbrust (Pectus excavatum).
  • Erworbene Brustwanddeformitäten, nach Unfällen oder Folge von degenerativen Veränderungen.
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Thorax, Funktion und Anatomie

Der Zwischenfellraum (Mediastinum)

by csadmin 14. Januar 2024
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Anatomie des Zwischenfellraums (Mediastinum)

Im klinischen Alltag hat sich eine Gliederung des Zwischenzellraums (Mediastinum) in ein vorderes, mittleres sowie ein hinteres Kompartiment durchgesetzt.

Das vordere Kompartiment (Mediastinum anterius) beinhaltet den Raum zwischen Brustbein (Sternum) und Herzbeutel (Perikard) sowie den Recessus costomediastinalis der Pleurasäcke. Der Inhalt dieses Raumes besteht aus lockerem Fett und Bindegewebe, einigen Lymphknoten sowie Arterien-Ästen (der Arteria thoracica interna) und vor allem aus der Thymusdrüse (Thymus) und dessen Fettkörper.

Das mittlere Kompartiment (Mediastinum medius) stellt den breitesten Teil des Mediastinums dar. Es enthält den Herzbeutel mit dem Herz, die aufsteigende Hauptschlagader (Aorta ascendens), das untere Drittel der Vena cava superior, die terminale Vena azygos, die Aufteilung der Luftröhre ( Bifurcatio tracheae), beide Hauptbronchien, den Truncus pulmonalis mit beiden Lungenarterien (Arteriae pulmonalis), die Lungenvenen (Venae pulmonalis), die Zwerchfell-Nerven (Nervii phrenici), die unteren Anteile des Herzgeflechtes aus Fasern des vegetativen Nervensystems (Plexus cardiacus) und die Lymphknoten um die Luftröhre und die Hauptbronchien.

Das hintere Kompartiment (Mediastinum posterius) wird vorne (ventral) durch die Teilung der Lufröhre (Trachea), die Lungenarterien und Lungenvenen (Pulmonalgefäße) sowie die zentrale Bindegewebsplatte an der dorsalen Fläche des Herzbeutels begrenzt.

Nach unten erfolgt die Abgrenzung durch den hinteren Abschnitt der Zwerchfelloberflächen und nach hinten (dorsal) durch den 5.–12. Brustwirbelkörper und seitlich durch das rechte und linke Brustfell (linke und rechte Pleura mediastinalis). In diesem Raum befindet sich der absteigende Schenkel der Hauptschlagader (Aorta thoracalis descendens), die Venae azygos und hemiazygos, die Nervii vagi et splanchnici, die Speiseröhre (Oesophagus), der Milchbrustgang (Ductus thoracicus) und die hinteren mediastinalen Lymphknoten.

Krankheitsbilder des Zwischenfellraums (Mediastinum)
  • Tumoren im Mittelfell (Mediastinum); dazu zählen bösartige, gutartige Tumoren und Lympknotenmetastasen
  • Mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Zysten) im Mittelfell (Mediastinum); dazu zählen Zysten, Divertikel und Aneurysmen
  • Andere Missbildungen der Organe im Mittelfell (Mediastinum). Zu diesen Organen zählen das Herz, die Thymusdrüse, einige Lymphknoten, sowie Teile der Speiseröhre, der Aorta, der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen
  • Entzündungen des Mittelfells (Mediastinum); dazu zählen die Mediastinitis und Entzündungen er Lymphknoten

Im vorderen Mittelfellraum (Mediastinum) sind häufig:

  • Thymome
  • Keimzelltumoren
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Thorax, Funktion und Anatomie

Das Zwerchfell (Diaphragma)

by csadmin 14. Januar 2024
written by csadmin
Anatomie des Zwerchfells (Diaphragma):

Das Zwerchfell (Diaphragma) ist der zentrale Atemmuskel, der zusätzlich die Grenze bildet zwischen Brustraum und dem Bauchraum. Die aus verschiedenen Anteilen bestehende Muskelplatte des Zwerchfells (Diaphragma) hat ihren Ursprung an den Rippen, der Lendenwirbelsäule und dem Sternum. In der Zwerchfellmitte befindet sich als gemeinsamer Ansatz der drei Muskelteile das sehnige Centrum tendineum, das beidseitig von muskulären Zwerchfellkuppeln überragt wird. Innerviert wird das Zwerchfell vom Nervus phrenicus.

Öffnungen in der Muskulatur bzw. in der Sehnenplatte des Zwerchfells erlauben den Durchtritt verschiedener anatomischer Strukturen, die aus der Brusthöhle in den Bauchraum ziehen oder umgekehrt. Dazu zählen unter anderem:

  • Der Hiatus Oesophagus für die Speiseröhre (Ösophagus) und die Trunci vagales (Nervus vagus);
  • Das Foramen venae cavae für die Vena cava inferior und den Ramus phrenicoabdominalis dexter des Nervus phrenicus
  • Der Hiatus aortae für die Aorta und den Ductus thoracicus
  • Die Larrey-Spalte (Trigonum sternocostale sinistrum), in der Literatur häufig als Durchtrittsstelle der linken Arteria und Vena epigastrica superior benannt.
  • Das Morgagni-Loch (Trigonum sternocostale dextrum): die rechte Arteria und Vena epigastrica superior.
  • Der mediale Lumbalspalt für die Vena azygos (rechts), Vena hemiazygos (links), den Nervus splanchnicus major und den Nervus splanchnicus minor.
  • Der laterale Lumbalspalt für den Grenzstrang des Sympathicus.

Eine weitere, klinisch wichtige Region des Zwerchfells ist die muskelfreie Partie im Übergangsbereich zwischen der Pars lumbalis und der Pars costalis, das Trigonum lumbocostale (Bochdalek-Spalte).
– Der Ramus phrenicoabdominalis sinister des Nervus phrenicus zieht meist unabhängig von den o.a. Durchtrittsstellen direkt durch das Centrum tendineum oder die Pars lumbalis des Zwerchfells. Gelegentlich tritt er auch durch den Hiatus Oesophagus.

Das Zwerchfell (Diaphragma) wird durch den Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv) versorgt, der aus dem Plexus cervicalis (Segmente C3 bis C5 der Halswirbelsäule) stammt.

Für die zentralnervöse Steuerung des Zwerchfells ist das Atemzentrum in der Medulla oblongata und in der Pons verantwortlich. Die hier lokalisierten Nervenzellverbände steuern die motorischen Wurzelzellen des Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv) im Zervikalmark. Wie die übrige Skelettmuskulatur ist das Zwerchfell aber auch willkürlich steuerbar. Dies übernehmen Nervenbahnen aus der Großhirnrinde, die unter anderem das bewusste Anhalten der Atmung ermöglichen. Das Zwerchfell unterliegt also ebenso einer unwillkürlichen, autonomen Kontrolle, wie einer willkürlichen Steuerung.

Das Zwerchfell geht bei der Kontraktion von einer Kuppelform in eine flache Kegelform über. Beim Menschen verkürzt es sich dabei um etwa 30%. Dadurch vergrößert sich das Thorax Volumen, was der wichtigste Treiber der Inspiration ist.

Krankheiten des Zwerchfells (Diaphragma):
  • Zwerchfelllähmung, nach einem Unfall oder spontan ohne erkennbare Ursache (Zwerchfellhochstand)
  • Zwerchfellriss (Zwerchfellruptur), infolge eines Unfalls
  • Zwerchfellbrüche, bei Lücken im Bereich der anatomischen Durchtrittstellen zwischen Bauchraum und Brustraum
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Thorax, Funktion und Anatomie

Das Brustfell (Pleura)

by csadmin 14. Januar 2024
written by csadmin
Anatomie des Brustfells (Pleura)

Das Brustfell (Pleura) besteht aus zwei Blättern:

  • Lungenfell (Pleura visceralis): Das Lungenfell ist das innere Blatt des Brustfells und umhüllt die beiden Lungenflügel. Im Bereich des Lungenhilus (Eintritt der Lungenarterien, Lungenvenen und Bronchien in die Lunge) geht das Lungenfell in das äußere Blatt des Brustfells über (Rippenfell).
  • Rippenfell (Pleura parietales): Das Rippenfell ist das äußere Blatt des Brustfells und kleidet die Brustwand (Thorax wand) und die Oberseite des Zwerchfells (Diaphragma) aus. Wahrscheinlich ist nur das Rippenfell mit Nerven versorgt und ist verantwortlich für die Schmerzen zum Beispiel bei einer Brustfellentzündung (Pleuritis).

Zwischen dem Lungenfell und dem Rippenfell besteht eine Verschiebe Schicht, weil ein Pleurarspalt (Cavitas pleuralis) vorhanden ist. Dieser Spalt wird von einigen Millilitern seröser Flüssigkeit, der Pleura Flüssigkeit, ausgefüllt.

An den äußeren Rändern des Zwerchfells (Diaphragma) sowie im Bereich des Mittelfells (Mediastinum) bildet die Pleura sogenannte Rezessus (Ausstülpungen), die als Reservefalten bei der Inspiration eine Ausdehnung der Lunge ermöglichen. Man unterscheidet insgesamt 4 Rezessus:

  • Recessus costodiaphragmaticus
  • Recessus costomediastinalis
  • Recessus phrenicomediastinalis
  • Recessus vertebromediastinalis

Den Bereich der Pleura, der ganz oben (kranial) über die erste Rippe hinausragt, nennt man Pleurakuppel (Cupula pleurae).

Physiologie des Brustfells (Pleura):

Das Brustfell (Pleura) dient als Verschiebespalt zwischen Brustwand und Lunge. Durch einen Unterdruck im Pleuraspalt (-5 cm H2O) und die Kapillaradhärenz der beiden Pleura blätter folgt die Lunge den Bewegungen von Brustwand und Zwerchfell, so dass die Muskulatur dieser Strukturen die Atembewegungen ermöglicht.

Pathophysiologie des Brustfells (Pleura):
Bei einer Aufhebung des Unterdrucks im Pleuraspalt durch eine Verletzung (beispielsweise Pneumothorax) kann die Lunge den Exkursionen der Atemmuskulatur nicht mehr folgen. Bei weiterer Druckerhöhung kommt es zu einem Kollaps des betroffenen Lungenflügels.

In den Rezessus der Pleura kann sich unphysiologisch viel Flüssigkeit (Blut, Exsudat, Eiter, etc.) ansammeln. Man spricht dann von einem Pleuraerguss (oder Hämatothorax, Pleuraempyem).

Krankheiten des Brustfells (Pleura)
  • Ansammlung von Luft im Pleuraspalt: Pneumothorax; spontan entstanden oder durch ein Unfallereignis (traumatisch)
  • katamenialer Pneumothorax bei Endometriose;
  • Ansammlung von Luft im Pleuraspalt, die unter Druck steht: Spannungspneumothorax;
  • Ansammlung von Blut im Pleuraspalt: Hämatothorax; entstanden nach einem Unfall (traumatisch) oder bei Tumorerkrankungen der Pleura;
  • Ansammlung von Flüssigkeit oder Eiter im Pleuraspalt bei einer Brustfellentzündung;
  • Entzündung der Pleura (Pleuritis); auch bei Tuberkulose (Tbc);
  • Tumoren der Pleura; Pleurakarzinose (Metastasen der Plaura bei anderem Primärtumor); primäre Plauratumoren, v.a. das maligne Plauramesotheliom (MPM). Gutartiges solitäres Pleurafibrom.
14. Januar 2024 0 comments
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Thorax, Funktion und Anatomie

Die Lunge (Pulmo)

by csadmin 14. Januar 2024
written by csadmin
Anatomie der Lunge:

Damit die Lunge den Gasaustausch gewährleisten kann, muss ein enger Kontakt geschaffen werden zwischen der Luftzirkulation in der Lunge, die gewährleistet wird durch die Atemzüge durch die Luftröhre und die Bronchien bis in die Alveolen.

Andererseits muss ein enger Kontakt vorhanden sein mit den Lungenarterien und den Lungenvenen, die insgesamt die Blutzirkulation sicherstellen bis in die Kapillaren unmittelbar in der Nachbarschaft der Alveolen.

So wird das venöse Blut in den Lungenvenen von Kohlendioxid CO₂ befreit und mit Sauerstoff O₂ angereichert. Wie jedes Organ ist auch die Lunge aus Segmenten aufgebaut, wobei physiologisch klar definierte Grenzen anatomisch nicht immer klar abgegrenzt sind.

In diesen Segmenten zirkulieren Segment-Lungenarterien, Segment-Lungenvenen und Segment-Bronchien und ermöglichen auf engstem Raum den Gasaustausch. Segment-Bronchus und Segment-Arterie verlaufen miteinander an der Eintrittspforte des Lungen-Segmentes (Hilus), die Segmentvene verläuft separat.

Mehrere Lungensegmente sind anatomisch zusammengefasst zu Lungenlappen. Der rechte Lungenflügel besteht aus drei Lungenlappen: Der obere Lungenlappen, der mittlere Lungenlappen und der untere Lungenlappen. Der linke Lungenflügel besteht nur aus zwei Lungenlappen: Der obere Lungenlappen und der untere Lungenlappen.
Die Bronchien teilen sich histologisch immer weiter auf über die Bronchioli respiratorii, der Bronchioli alveloares bis zu den Sacculus alveolaris, wo der Gasaustausch stattfindet.
Das Lungengewebe dient dem Gasaustausch, der Regulation des Säure-Basen-Haushaltes und hat immunologische und endokrine Funktionen.

Krankheiten der Lunge (Pulmo):
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD, chronische Bronchitis Raucherbronchitis); auch im Rahmen einer chronischen Sinusitis
  • Gastro-oesophageale Refluxkrankheit
  • Asthma bronchiale
  • Lungenfibrose
  • Pulmonal-arterielle Hypertonie (Bluthochdruck im kleinen Herzkreislaufsystem)
  • Cystische Fibrose (CF, Mukoviszidose)
  • Lungenentzündungen n(Pneumonien); auch Tuberkulose (Tbc)
  • Morbus Boeck (Sarkoidose)
  • Akute Lungenschäden (ARDS)
  • Atemstörungen im Rahmen von anderen Organkrankheiten (z.B. Herzkrankheiten Hirnkrankheiten usw.)
  • Lungentumoren, gutartige und bösartige

Hier finden Sie einige Expertengespräche die mit Lungenerkrankungen
in Verbindung stehen:

#08: Diagnose Lungenkrebs – und jetzt?
Thorax-schweiz im Gespräch mit Prof. Dr. med. Ralph Schmid

#05 Lungenrundherde – was bedeutet die Diagnose?

Prof. Dr. Franzen spricht mit uns über Ursachen und Behandlung, Innovationen in der Diagnose und auch darüber, was Patient: innen selbst unternehmen können.

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